Diagnose

Nachdem sich erste Symptome bemerkbar gemacht haben, ist ein Termin bei einem Gynäkologen der erste Schritt zur Diagnosestellung.

Anamnesegespräch

In einem Gespräch erkundet sich der Facharzt nach den Beschwerden und der bisherigen Krankengeschichte. Wesentliche Fragen betreffen das Erstauftreten spezifischer Beschwerden, ein detailliertes Beschwerdebild, die Intensität und Häufigkeit von Schmerzen und die Körperstellen, an denen Schmerzen aufgetreten sind.
Zugleich sollten die Einschränkungen im Alltag erörtert werden, um dem Arzt Anhaltspunkte über mögliche medizinische Interventionen zu geben.
Weiterhin ist für den Arzt wichtig zu erfahren, ob nahe Verwandte wie z.B. die Schwester oder Mutter an Endometriose erkrankt sind.
So können möglicherweise Rückschlüsse auf eine familiäre Veranlagung gezogen werden. Nach dem Gespräch folgen verschiedene Untersuchungen, um die Diagnose zu festigen.

Tastuntersuchungen

Der nächste Schritt ist die Durchführung einer gynäkologischen Tastuntersuchung, bei der in den Bereichen der Gebärmutter und des Douglas’schen Raumes (Mastdarm) gezielt nach Schmerzempfinden gesucht wird. Zudem sucht der Facharzt nach Verhärtungen und Knoten im Beckenbereich, die ebenfalls Hinweise auf eine Endometriose geben können.
Bei einer Tastuntersuchung wir die Beschaffenheit der inneren Organe mithilfe von ein oder zwei Fingern von innen über den After bzw. die Vagina sowie von außen mit der Hand über den Bauchdecke untersucht.

Transvaginale Sonografie

Zunächst kann durch eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke nach größeren Endometrioseherden oder Zysten gesucht werden. Dies ermöglicht gleichzeitig auch, innere Organe wie beispielsweise die Blase zu betrachten. Um den Bereich der Eierstöcke genauer nach Veränderungen zu untersuchen, ist eine transvaginale Sonografie, also eine Ultraschalluntersuchung durch die Vagina, sinnvoll.
Grundsätzlich können im Ultraschall jedoch keine kleinen Herde oder Verwachsungen erkannt werden. In manchem Fällen überweist der Facharzt Sie an einen Radiologen, um eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchführen zu lassen. Auch ein Ultraschall der Nieren oder eine Spiegelung des Darms oder der Blase können je nach Außmaß des Beschwerdebildes hilfreich sein.

Laparoskopie

Einen sicheren Nachweis einer Endometriose liefert die Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung. Diese Untersuchung entspricht einem kleinen operativen Eingriff und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Bei einer Bauchspiegelung führt der Arzt durch mehrere feine Einschnitte in die Haut optische Operationsintrumente in den Bauchraum ein und betrachtet die Bauchhöhle von innen. So können Endometrioseherde an den inneren Organen festgestellt werden. Die Entnahme und mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe festigt dann die Diagnose. Zugleich können während der Laparoskopie erkrankte Stellen behandelt oder bei einem unerfüllten Kinderwunsch die Durchlässigkeit der Eileiter getestet werden.
Grundsätzlich ist eine Bauchspiegelung zur Abklärung eines Endometriose-Verdachts notwendig. Die Entscheidung über die Durchführung des Eingriffs wird jedoch individuell getroffen, sodass in Fällen, in denen der Verdacht auf Endometriose zur Einleitung einer versuchsweisen Therapie ausreicht, zunächst auf die Operation verzichtet wird. Bei der Behandlung mittels hormoneller Wirkstoffe wird auf eine Laparoskopie, wegen der möglichen Nebenwirkungen der Medikamente, normalerweise nicht verzichtet.

Blutuntersuchung

Nach einer Blutuntersuchung kann in einigen Fällen ein erhöhter Laborwert des CA125 festgestellt werden. Dies hilft jedoch nicht bei der Absicherung einer Diagnose und ist nach aktuellen Maßstäben der Diagnostik nicht mehr relevant.